Vision

Eine möglichst autonome und eigenständige Lebensgestaltung

Die steigende Lebenserwartung, der Eintritt geburtenstarker Jahrgänge ins Pensionierungsalter und niedere Geburten-raten führen dazu, dass die Zahl der über 65jährigen Personen im Kanton Luzern in den nächsten Jahren deutlich ansteigen wird. Noch stärker als die Lebenserwartung steigt in der Schweiz auch die Anzahl „behinderungsfreien“ Lebensjahre. Die Chancen der 65jährigen Männer und Frauen stehen gut, mehr als drei Viertel der ihnen verbleibenden Lebensjahre ohne wesentliche gesundheitliche Einschränkungen leben zu können. Autonomie, soziale Partizipation und geistig-körperlich aktive und schöpferische Lebensgestaltung tragen wesentlich zum Erhalt der Gesundheit, von Leistungsfähigkeit, Lebensqualität und Wertschätzung bei. Von daher gewinnen lebensgestalterische Fragen, Gesund-heitsförderung, der Erhalt der Selbständigkeit, Mobilität und sozialen Netzen, aber auch Fragen nach altersgerechten Wohnlösungen und Supportleistungen sukzessive an Bedeutung.

Hier möchte die Wohnbaugenossenschaft mit dem Bau von altersgerechten Wohnungen ansetzen. Unterschiedliche Gründe können dazu führen, dass ein Wohnen in der angestammten Wohnsituation nicht mehr möglich ist. Mit dem Projekt „WIA Burgfeld“ werden 26 Wohnungen unterschiedlicher Grösse und 1 Gästezimmer in unmittelbarer Nähe des Alterszentrums Eiche realisiert. Das Grundstück liegt nur unweit von Gemeindeverwaltung, Kirche, Schulhaus und dem Ortsteil-Zentrum mit seinen verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten. Diese gute Einbettung und die Möglichkeit, bei Bedarf Dienstleistungsangebote des Alterszentrums Eiche zu beziehen, unterstützen die Seniorinnen und Senioren in einer möglichst autonomen, eigenständigen Lebensgestaltung.

Spatenstich für 26 Alterswohnungen im Burgfeld

Baustart für die Vision der Wohnbaugenossenschaft Burgfeld: Am 15. März 2021 hat der Spatenstich für das Projekt «WIA Burgfeld» stattgefunden. Direkt neben dem Alterszentrum Eiche entstehen 26 Alterswohnungen in unterschiedlicher Grösse und auf die Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren ausgerichtet.

 

«Wir freuen uns sehr, diesen Spatenstich vollziehen zu können. Damit wird unser Anspruch, mit bedürfnisgerechten Wohnungen eine möglichst autonome und eigenständige Lebensgestaltung für Menschen im dritten Lebensabschnitt zu ermöglichen, konkret.» So Franz Zeder, Präsident der Wohnbaugenossenschaft Burgfeld. Diese wurde 2018 gegründet, um das kommunale Projekt «Wohnen im Alter» auf dem hierfür reservierten Grundstück voranzutreiben. Das Areal liegt gut eingebettet im Ortsteil-Zentrum Dagmersellen mit verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten und in direkter Nachbarschaft des Alterszentrum Eiche. Die unmittelbare Nähe zum Alterszentrum Eiche erlaubt es den künftigen Mieter*innen bei Bedarf auf ein interessantes Dienstleistungs- und Serviceangebot zurückzugreifen. Ein optimaler Standort also für ein Wohnprojekt, das auf eine möglichst lange selbstbestimmte Lebensgestaltung ausgerichtet ist. Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt der CAS Architektur AG Willisau trägt diesen Bedürfnissen Rechnung, indem es die beiden Wohnbauten mit einem Gemeinschaftsraum verbindet sowie einen Sitzplatz im Freien vorsieht. Damit bieten sich verschiedenste Möglichkeiten für soziale Kontakte, was ebenfalls ein wichtiges Kriterium bei der Planung war.

 

Unterschiedliche Wohnungsgrössen

«WIA Burgfeld» umfasst zwei Gebäude mit insgesamt 26 Wohnungen in der Grösse von 1 ½- bis 3 ½-Zimmern. Die besonderen Merkmale der Überbauung sind die hindernisfreie und von der Witterung unabhängige Erreichbarkeit aller Wohneinheiten und Infrastrukturen, die innere Organisation der Wohneinheiten und Nasszellen sowie die verschiedenen nutzbaren Gemeinschaftsräume und der Gartenpark. Die wesentlichen Nebenräume für Container oder Abstellflächen für Fahrräder befinden sich im Gebäude und sind so direkt an den inneren Haupterschliessungen angebunden. Für Besucher steht im östlichen Gebäude auf dem Zugangsgeschoss ein Gästezimmer zur Verfügung. Die Nasszellen erfüllen ebenfalls den Standard für altersgerechte Wohnbauten.

Die Treppenhäuser liegen jeweils an der parkseitigen Fassade und ermöglichen einen direkten Blick ins Grüne. Auf den Geschossen sind die gemeinsamen Korridorflächen so ausgestaltet, dass sie genügend Freiraum für ein kurzes Treffen und einen Schwatz unter den Bewohnern zulassen.

Zusammenleben heisst jedoch auch, sich bei Bedarf zurückziehen zu können. Die Wohneinheiten und die zugehörigen Balkone sind von der Parkseite abgewandt. Sie liegen an den jeweils optimal besonnten Fassaden und ermöglichen durch die Sichtbeziehung auf die untere Kirchfeldstrasse bzw. die Quartierstrasse Burgfeld dem Leben in der Nachbarschaft beizuwohnen.